Revolutionärer Freundschaftsbund (RFB) e.V.

Ernst Thälmann und Kameraden

Gemeinsam auf die Schneekoppe

Grenztreffen im Riesengebirge gegen Faschismus und imperialistische Kriege

Am letzten Augustwochenende, parallel zu den UZ-Friedenstagen in Berlin, sind Antifaschistinnen und Antifaschisten im tschechischen Malá Úpa zum antifaschistischen Riesengebirgstreffen zusammengekommen. Gemeinsam bestiegen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unter roten Fahnen die Schneekoppe, führten das tschechisch-deutsche Freundschaftstreffen in Voletiny und das Gedenken an die Verbrüderung in Kràlovec durch.


Die Tradition der Riesengebirgstreffen wurde 1996 trotz Konterrevolution wieder aufgenommen. Historisch gewachsen, lebten in den tschechischen Grenzgebieten zum Deutschen Reich und zu Österreich („Sudeten“) Tschechisch, Slowakisch und Deutsch sprechende Menschen friedlich miteinander. Die Faschisten im Deutschen Reich warben und wirkten in den Grenzgebieten hingegen mit dem Anspruch „Deutsche heim ins Reich“ für ein imperialistisches „Großdeutschland“. Im September 1922 trafen sich in Horni Malá Úpa im Riesengebirge erstmals tschechische und deutsche Kommunisten, um gemeinsam über den Kampf gegen kapitalistische Ausbeutung und die aufziehende faschistische Gefahr zu beraten. Bis 1933 fanden diese Treffen jährlich mindestens einmal statt und wurden zur Tradition. Die Organisation der Zusammenkünfte lag jeweils bei einer konkreten Struktur, beim RFB, den Freidenkern, NaturFreunden, der KPD oder dem Kommunistischen Jugendverband.


Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des diesjährigen Riesengebirgstreffens versicherten sich, dass der Kampf gegen Faschismus und imperialistische Kriege Schulter an Schulter geführt werden muss – unter den Fahnen der Kommunisten und der Arbeiterbewegung. Unseren tschechischen Genossen und Freunden waren wir eine Erklärung schuldig, warum wir in diesem Jahr anstatt mit zwei nur mit einem Bus aus der BRD angereist sind. Symbolisch wurden die Mitglieder und Sympathisanten der DKP, die in den Vorjahren mit der deutschen Delegation angereist waren, als anwesend einbezogen und als Teilnehmer der UZ-Friedenstage in Berlin gegrüßt. Es galt in diesem Jahr, eine Kampfaufgabe an zwei Orten wahrzunehmen. Es gilt, Terminüberschneidungen so bedeutsamer Aktionen künftig zu vermeiden. Aber es gab auch neue Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Sie versicherten: Wir kommen wieder!


Für den 27. bis 29. August 2027 rufen die deutsche Initiativgruppe im Ostdeutschen Kuratorium von Verbänden, der RFB e. V. und weitere Unterstützer erneut nach Malá Úpa an die Schneekoppe.

Text und Foto: Gerd Hommel

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